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	<title>Kommentare zu: Selbstregulierung als oberstes Gebot</title>
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		<title>Von: Stefan Etter</title>
		<link>http://medienkritik-schweiz.ch/2010/12/selbstregulierung-als-oberstes-gebot/#comment-26</link>
		<dc:creator>Stefan Etter</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 14:26:43 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Man kann über die SVP und Natalie Rickli denken, was man will. Doch eines muss man der Nationalrätin lassen: Die schon fast &quot;königliche&quot; Vormachtstellung der SRG ist auch in meinen Augen höchst bedenklich. Bedenklich sind aber auch die Konzessionsvergaben, die nach dem &quot;Numerus Clausus&quot;-Prinzip funktionieren. Wir können nicht den Neoliberalismus in den Himmel loben, gleichzeitig aber den Wettbewerb unter den privaten Medien derart einschränken. Die Schweizer Medienlandschaft könnte eine grössere Varietät an Titeln und Sendern gut vertragen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Man kann über die SVP und Natalie Rickli denken, was man will. Doch eines muss man der Nationalrätin lassen: Die schon fast &#8220;königliche&#8221; Vormachtstellung der SRG ist auch in meinen Augen höchst bedenklich. Bedenklich sind aber auch die Konzessionsvergaben, die nach dem &#8220;Numerus Clausus&#8221;-Prinzip funktionieren. Wir können nicht den Neoliberalismus in den Himmel loben, gleichzeitig aber den Wettbewerb unter den privaten Medien derart einschränken. Die Schweizer Medienlandschaft könnte eine grössere Varietät an Titeln und Sendern gut vertragen.</p>
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		<title>Von: Sebastian Schneider</title>
		<link>http://medienkritik-schweiz.ch/2010/12/selbstregulierung-als-oberstes-gebot/#comment-25</link>
		<dc:creator>Sebastian Schneider</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 11:57:40 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[SVP verkennt Problem der Abhängigkeit

Ricklis Meinung zum Mediensystem Schweiz ist mehr oder minder kongruent mit dem Parteiprogramm-Entwurf der SVP Schweiz. &quot;Sozialisten unter sich&quot; oder &quot;Staatlicher Gebührenterror&quot; sind die Schlagworte der Medienpolitik der SVP.
Meiner Meinung nach täte ein bisschen mehr Pragmatismus einer Partei gut, die anstrebt, selbst eine staatstragende Partei zu werden. Überdies muss die SVP zugeben, dass selbst sie nicht unabhängig vom Staat ist. Mandatsträger müssen nämlich einen Teil von ihrem Staatslohn der Partei abgeben. Bei so vielen Mandaten, kommt gewiss ein ordentlicher Betrag zusamen. So böse kann der Staat also nicht sein, wenn er sogar die SVP unterstützt. 
Mir macht etwas mehr Sorgen: Durch die unentwegte Liberalisierung wird die Macht von der Öffentlichkeit (Staat) in die Freiheit (Privatwirtschaft) verlageret. Was nichts anderes bedeutet, dass mit der Macht immer eigensinniger umgegangen werden kann. Der Staat hingegen kann sich keine Willkür leisten, kann sich nicht jeglicher Verantwortung entziehen und er kann auch den Medien nicht vorschreiben, was sie zu welchem Thema zu sagen haben. 
Der Journalismus muss der realen Situation gerecht werden und deshalb die kritische Beobachtung auch verlagern. Es müssen mehr die Riesenkonzerne kritisch begleitet werden. Nur wird das durch die fortschreitende PR-Arbeit schon beinahe verünmöglicht. 

Man muss sich schon fragen, welche Abhängigkeit bedenkklicher ist: Ist es die staatliche Presseförderung oder sind die Werbeeinnahmen, mit denen sich eine Zeitung zu 60 bis 100% finanzieren lässt?

Bei solchen Abhängigkeiten von Selbstregulierung zu sprechen ist geradezu höhnisch.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>SVP verkennt Problem der Abhängigkeit</p>
<p>Ricklis Meinung zum Mediensystem Schweiz ist mehr oder minder kongruent mit dem Parteiprogramm-Entwurf der SVP Schweiz. &#8220;Sozialisten unter sich&#8221; oder &#8220;Staatlicher Gebührenterror&#8221; sind die Schlagworte der Medienpolitik der SVP.<br />
Meiner Meinung nach täte ein bisschen mehr Pragmatismus einer Partei gut, die anstrebt, selbst eine staatstragende Partei zu werden. Überdies muss die SVP zugeben, dass selbst sie nicht unabhängig vom Staat ist. Mandatsträger müssen nämlich einen Teil von ihrem Staatslohn der Partei abgeben. Bei so vielen Mandaten, kommt gewiss ein ordentlicher Betrag zusamen. So böse kann der Staat also nicht sein, wenn er sogar die SVP unterstützt.<br />
Mir macht etwas mehr Sorgen: Durch die unentwegte Liberalisierung wird die Macht von der Öffentlichkeit (Staat) in die Freiheit (Privatwirtschaft) verlageret. Was nichts anderes bedeutet, dass mit der Macht immer eigensinniger umgegangen werden kann. Der Staat hingegen kann sich keine Willkür leisten, kann sich nicht jeglicher Verantwortung entziehen und er kann auch den Medien nicht vorschreiben, was sie zu welchem Thema zu sagen haben.<br />
Der Journalismus muss der realen Situation gerecht werden und deshalb die kritische Beobachtung auch verlagern. Es müssen mehr die Riesenkonzerne kritisch begleitet werden. Nur wird das durch die fortschreitende PR-Arbeit schon beinahe verünmöglicht. </p>
<p>Man muss sich schon fragen, welche Abhängigkeit bedenkklicher ist: Ist es die staatliche Presseförderung oder sind die Werbeeinnahmen, mit denen sich eine Zeitung zu 60 bis 100% finanzieren lässt?</p>
<p>Bei solchen Abhängigkeiten von Selbstregulierung zu sprechen ist geradezu höhnisch.</p>
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