Archiv des Autors: Matthias Giger

Über Matthias Giger

https://infowiss.ch Öffentlichkeitsarbeit und Statistik Kantonsbibliothek Vadiana, St.Gallen Master of Science in Business Administration mit Schwerpunkt Informations- und Datenmanagement, Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur. Journalist / Redaktor beim Toggenburger Tagblatt, Wattwil. Zwei Praktika auf Web-Redaktionen Zukunftsinstitut GmbH und VR LEASING AG, nahe Frankfurt am Main. Studium der Medien- und Kommunikation, Journalistik und Zeitgeschichte an der Universität Freiburg i.Ue., lic.rer.soc.

SRF Arena/Reporter – altes Pferd mit neuen Hufen

Matthias Giger, 12. Juni 2017

Ob die gestrige Pilot-Sendung SRF «Arena/Reporter» die Meinungsbildung zur Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) voran gebracht hat und wieweit es dem neuen Sendungskonzept überhaupt gelingt, diesen durch den Service Public vorgegebenen Auftrag zu erfüllen? Das ist eine gute Frage – für die Medienforschung. Fest steht, dass das neue Sendekonstrukt, das aus zweimal «alt» «neu» macht, gleich mehrere zentrale medienkritische Fragen aufwirft:

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SRF-Arena zu Trumps Medienkrieg: Nicht ernsthaft genug und zu wenig meta

Philip Kübler, 27. Februar 2017

Das Thema der Arena-Sendung vom 24. Februar 2017 unter dem Titel «Trumps Krieg» waren Angriffe auf die Medien, wie sie der neue US-Präsident rhetorisch auf die Spitze treibt: Medien als Feinde des Volkes, die systematisch Unwahres berichten (Lügenpresse, Fake News) und einseitig kommentieren (Mainstream-Medien). Weiterlesen

Wer übt heute alles Kritik? Akteure und Entwicklung der Medienkritik in der Schweiz

von Matthias Künzler
(Referat am Jahresanlass des Vereins Medienkritik Schweiz in Zürich am 17.11.2016)

Die Frage, wie es um die Medienkritik in der Schweiz steht, beurteilte der Medienwissenschaftler und heutige SRF-Ombudsman Roger Blum (2010) vor sechs Jahren äusserst negativ: „Wie aber steht es um diese «fünfte Gewalt», um die Medienkritik in der Schweiz? Ganz elendiglich. Es herrscht entweder Wüste oder eine heillose Zersplitterung.“

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Tagung von Medienkritik Schweiz vom 17. November 2016

Vom Marktplatz in die Beiz

von Philip Kübler

Wir drucken hier eine Zusammenfassung des Kurzreferates von Philip Kübler ab, dem wiedergewählten Präsidenten des Vereins Medienkritik Schweiz. Philip Kübler referierte vor den Mitgliedern an der Jahresversammlung am 17. November 2016 im Kulturpalast in Zürich. Weiterlesen

Referenten zur Standortbestimmung der Medienkritk in der Schweiz

Standortbestimmung der Medienkritik

Thema der Tagung von Medienkritik Schweiz vom Donnerstag, 17. November 2016, war eine Standortbestimmung der Medienkritik in der Schweiz.

  • Prof. Dr. Matthias Künzler von der HTW Chur (links im Bild) eröffnete mit seinem Referat «Wer übt heute alles Kritik?»
  • Prof. Dr. Vinzenz Wyss von der ZHAW Winterthur (Bildmitte) stellte das neue Medienqualitätsrating 2016 unter dem Titel «Wie messen wir Qualität?» vor.
  • Dr. Philip Küber, Mitglied der EMEK und Präsident von Medienkritk Schweiz (rechts im Bild), ging der Frage nach, «Wie wird die Politik gemacht?» (Beitrag auf der Website folgt) (Handout)

Man hätte Blocher widersprechen müssen

von Roger Blum

Die ungeheuerliche Aussage Christoph Blochers im Interview mit Schweizer Regionalzeitungen blieb unwidersprochen. Solch journalistisches Verhalten wäre ein Fall für den Presserat. Wäre das Interview in Radio oder Fernsehen gesendet worden, hätten sich wohl Ombudsstelle und Unabhängige Beschwerdeinstanz damit befasst. Weiterlesen

Die vergiftete Debatte

von Robert Ruoff

«Wer ist Ihr oberster Chef?», fragt der Moderator. Antwortet der Generaldirektor: «Der Verwaltungsratspräsident.» Sagt Jonas Projer: «Ich hätte fast gehofft, Roger de Weck, dass Sie gesagt hätten, das Publikum.» Antwortet de Weck: «Zum Glück nicht, denn man muss in einem Programm (des Service public) auch vieles bringen, was nicht von vornherein Publikumsgeschmack ist». So in der letzten «Arena» des Jahres 2015. Weiterlesen

Wertschöpfung braucht mehr aufmerksames Zuhören als lautes Zurufen

von Peter Bucher

Die Attraktivität eines Wirtschaftsstandortes hängt von Kriterien wie Verkehrserschliessung, Verfügbarkeit von Arbeitsflächen, Arbeitskräften oder steuerlicher Belastung ab. Es zählen aber auch weniger fassbare Dinge wie Image oder Renommee. Dabei stehen insbesondere die Städte in Konkurrenz zueinander. Wofür der Name einer Stadt stehen soll, wird ständig diskutiert: politisch, wirtschaftlich, kulturell und mit unterschiedlichsten Namensträgern, Namensgebern und deren Zielgruppen verhandelt – Wohnstadt, Musikstadt, Tourismusstadt, Energiestadt, Kreativstadt.

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Medien als Brückenbauer zwischen Politik und Gesellschaft

von Fabienne Bünzli

Artikel über Willy den Wachhund, Wahlkampfsongs oder Fotos von unvorteilhaft gekleideten Politikerinnen und Politikern – nach einer anspruchsvollen Aufgabe, die meine volle Konzentration verlangte, oder in einem Moment der Langweile sind solche Artikel eine willkommene Ablenkung. Zugegeben, diese Inhalte mögen zwar äusserst unterhaltsam sein. Ob sie aber zu einem fundierten politischen Diskurs beitragen, sei dahingestellt. Gerade vor dem Hintergrund, dass unsere direkte Demokratie ein hohes Interesse sowie eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Politik voraussetzt, stellt sich die Frage nach den Qualitätskriterien der Medien.

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Ich brauche keine Tageszeitung mehr, um mein Weltbild zu bestätigen

von Silvio Blatter

Früher habe ich die Zeitung gelesen, heute konsumiere ich Medien. Mein Nutzungsverhalten hat sich schleichend verändert. Wobei ich mich früher nie als User und Konsument sah, sondern als Abonnent. Meine Zeitung sah ich nicht als ein kommerzielles Produkt, sondern als Kulturgut. Im Morgengrauen hörte ich manchmal den Zeitungsausträger, das Klappern des Briefkastens. Es war vergleichbar dem Zeitzeichen von Radio Beromünster, nach dem die Schweizer ihre Uhren richteten. Weiterlesen

Journalistische Qualität ausserhalb klassischer Medienhäuser

von Viviane Egli

Durch mein Berufsleben zieht sich der Journalismus. In klassischen Medienhäusern habe ich angefangen und gelernt. Im Custom Publishing – auch Corporate Publishing und in Erweiterung heute Content Marketing genannt – habe ich fortgesetzt und weiter gelernt. Begegnet bin ich dem Qualitätsjournalismus. Der unabhängige Journalismus blieb weitgehend ein Phantom. Und es wuchs die Überzeugung, dass die Werte Transparenz und Respekt gross geschrieben sein müssen und zwar für alle Parteien, für Herausgeber, Journalisten und User / Leser. Weiterlesen

Medienqualität fusst auf fundiertem Wissen und eigenem Urteilsvermögen

Christoph Vollenweider

Das Lilienberg Unternehmerforum fördert das unternehmerische Denken und befasst sich mit den gesellschaftlichen Herausforderung der näheren Zukunft. Wir versuchen vor allem, die Unternehmerschaft in den gesellschaftlichen Diskurs einzubinden und zwar in den verschiedensten Bereichen wie Bildung, Gesundheit, Unternehmenskultur, Aussenpolitik oder Sicherheit. In diesen Diskussionen stellen wir fest, dass sehr viele Unternehmer ein zwiespältiges Verhältnis zu den Medien haben: Weiterlesen

Die Rolle der Medien in der Demokratie

(red)

In der von Medienkritik Schweiz organisierten Session am SwissMediaForum 2015 diskutierten Veit Dengler, CEO der NZZ-Mediengruppe und Roger de Weck, SRG-Generaldirektor über die RTVG Revision, vor allem aber über die Rolle von Medien in der Demokratie.  Moderation: Philip Kübler, Präsident Medienkritik Schweiz und Direktor ProLitteris.

Die Macht der Medien muss durch Konkurrenz beschränkt werden

von Dietrich Pestalozzi

Meine Erfahrungen als Unternehmer mit Medien sind mehrheitlich positiv. Als wir im Jahr 2013 das 250-jährige Firmenjubiläum feierten, durften wir uns über eine ausgedehnte Berichterstattung freuen. Offenbar interessierte das Thema, dass ein KMU achtmal den Generationenwechsel vollziehen, damit über so lange Zeit in Familienbesitz bleiben und erfolgreich weitergeführt werden konnte. Auch unsere jährliche Medienmitteilung wird von den lokalen Medien und von den Fachmedien bearbeitet und publiziert. Weiterlesen

Was heisst Medienqualität? Kriterien, Sichtweisen und mögliche Antworten

von Matthias Künzler

Eintracht herrscht bei Medienkonsumenten, Politiker und Medienschaffenden im Wunsch nach qualitativ hochstehenden Medien. Zwietracht beginnt oft bei der Beurteilung der Qualität konkreter Medieninhalte.

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Journalismus und PR

von Matthias Giger

Journalismus heisst, etwas zu drucken,
von dem jemand will, dass es nicht gedruckt wird.
Alles andere ist Public Relations.

Taugt dieses Zitat von George Orwell heute noch oder ist es überholt? Weiterlesen

Eidgenössische Medienkommission: «Wenn Fehler, dann bitte neue»

 Bild von Prof. Dr. Otfried Jarren beim Referat an der Jahrestagung von Medienkritik Schweiz zur von ihm präsidierten Eidgenössischen Medienkommission.

Prof. Dr. Otfried Jarren beim Referat an der Jahrestagung von Medienkritik Schweiz zur von ihm präsidierten Eidgenössischen Medienkommission. Bild: Matthias Giger

(red)

Der scheidende Medienkritik-Schweiz-Präsident Gottlieb F. Höpli hat an der Jahrestagung auf die letzte grosse Medienkommission (1978-1982) und deren Ausläufer zurück geblickt. An Prof. Dr. Otfried Jarren, den Gastredner und Präsidenten der aktuellen Eidgenössischen Medienkommission (EMEK), richtete er den Wunsch, wenn Fehler, dann bitte neue zu begehen.
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Web2.0 Zeitungen

von Matthias Giger

Massive Open Online Courses (MOOCs)  machen – auf kurz oder lang – weltweit Universitäten und Hochschulen Konkurrenz, auch wenn noch keine ganzen Lehrgänge online verfügbar sind. Twitter ist ein ausgezeichneter Nachrichtendienst, wenn man ihn richtig zu nutzen weiss. Weiterlesen

SP Schweiz lanciert Debatte mit Positionspapier „Für ein demokratiegerechtes Mediensystem“

von Matthias Giger

Die SP Schweiz hat am Dienstag ein Postitionspapier „Für ein demokratiegerechtes Mediensystem“ vorgestellt. Weiterlesen

Kampf der Kulturen und konvergente Redaktionen – wie geht das zusammen?

von Matthias Giger

Angesichts des Kampfes der Kulturen Online und Print muss die Frage erlaubt sein, wie die konvergente Tamedia-Redaktion (Start im August), jene von Blick und jene der Neuen Zürcher Zeitung funktionieren sollen. Weiterlesen

Lieber Selbst- als Fremdkontrolle – der Presserat

von Matthias Giger

Präsident Dominique von Burg hat an der Jahrespressekonferenz festgehalten, dass der Presserat auf ein geschäftiges Jahr zurück blicken kann. 95 Beschwerden sind eingegangen. Dies seien beinahe so viele wie im Rekordjahr 2003 (103).

Und noch nie hat der Presserat so viele Stellungnahmen veröffentlicht.

78 an der Zahl. Dies dokumentiere das anhaltende Interesse des Publikums am Presserat und ebenso dessen gutes Funktionieren, so Dominique von Burg. Weiterlesen

Presserat: Im Fall Strehle ist die „Weltwoche“ zu weit gegangen

von Matthias Giger

An der diesjährigen Pressekonferenz des Schweizer Presserats hat Vize-Präsident Max Trossmann den Entscheid im Fall „Weltwoche Strehle“ bekannt gegeben. Dem Selbstkontrollorgan der Schweizer Medien ging die „Weltwoche“ in diesem Fall zu weit. Von der Sache her aus Sicht des Presserats korrekt, habe sich die Weltwoche bei der Form gleich mehrfach vertan. Weiterlesen

Edito Klartext Interview mit Doris Leuthard

(red)

In der Zeitschrift Edito Klartext ist ein Intveriew von Bettina Büsser und Philipp Cueni mit Bundesrätin Doris Leuthard erschienen. Darin geht es mitunter um die Presseförderung, um die neu gebildete Medienkommission oder die digitale Zukunft der SRG. Doris Leuthard blickt aber auch kritisch auf die Medien und die beruflichen Bedingungen im Journalismus: Weiterlesen

Game-Journalismus abseits von PR-Berichterstattung

von Nico Bührer

Die neu gegründete Game-Plattform combobreaker.ch will den Beweis antreten, dass es möglich ist, auch unabhängig von PR-Beeinflussung über Video- und Computerspiele zu berichten. Kein leichtes Unterfangen, zumal mit beschränkten Ressourcen.
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Die Sucht nach Sensationsbildern

von Silvana Meisel

Die Verleihung des World-Press-Photo-Awards brachte die Diskussion über Bildmanipulation wieder in Gang. Das Siegerbild sei zu stark bearbeitet worden, lautete die Kritik. MAZ-Studienleiter und Fotoexperte Reto Camenisch erklärt, warum immer manipuliert wird. Dabei kritisiert er auch die Rolle der Bildredaktionen, die nach immer spektakuläreren Bildern verlangten.
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Angewandte Kritik auf dem Stolperpfad

von Michel Wyss

Die mit viel Elan lancierten Online-Magazine Zentralplus und Journal B sahen sich schon nach kurzer Zeit mit Schwierigkeiten konfrontiert. Das Berner Projekt hat nach nur acht Monaten bekannt gegeben, den professionellen Betrieb bald einzustellen. Und auch auf das Innerschweizer Magazin Zentralplus warten hohen Hürden. Unabhängige Medien, die ihre Selbstlegitimation aus der Kritik an der etablierten Konkurrenz holen, haben offensichtlich einen schweren Stand.
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Nicht alle wollen Brücken bauen

von Florian Bodoky

Medienwissenschaftler und Journalisten sind schlecht aufeinander zu sprechen. Mitte April unternahm die Schweizerische Gesellschaft für Kommunikations- und Medienwissenschaft an ihrer Jahrestagung ein Annäherungsversuch. Es gibt aber auch prominente Stimmen, die in der Reibung zwischen Theorie und Praxis nichts Schlechtes erkennen.
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Aus der medienrechtlichen Praxis

Kurzinterviews mit Rena Zulauf, Simon Canonica und Philip Kübler von Matthias Giger

Medienrecht und Medienkritik überschneiden sich zuweilen. Nicht immer zeigen sich medienrechtlich belangte Journalistinnen und Journalisten einsichtig.
So sagte die Rechtsanwältin Rena Zulauf, die in ihrer Zürcher Anwaltskanzlei oft durch die Medienöffentlichkeit geschädigte Privatpersonen vertritt, am Swiss Media Forum 2013 beim Podium „Selbstgerechte Medien“:

Die Medien tun sich leider ausserordentlich schwer mit Selbstkritik: Es ist heutzutage schwieriger, ein „Sorry“ auszuhandeln als Schadenersatz.
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„Keinerlei Hemmschwellen“

von Jean-Pierre Carène

Simone Meier ist Kulturredakteurin beim Tages-Anzeiger. Ihre Spezialgebiet: TV-Kritik. Welche Sendungen sie beurteilt, entscheidet sie selber. Die Resonanz auf ihre Kritik ist gross.
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Klare Regeln vereinfachen die Arbeit

von Lian Voggel

Die Arbeit der Medienjournalisten wird dadurch erschwert, dass sie selbst Teil des Systems sind, über das sie berichten. Klare Regelungen entschärfen die Probleme, die dieses professionelle Handicap mit sich bringt. Klaus Bonanomi, Wirtschaftsredaktor mit Fachgebiet Medien bei Radio SRF, kennt dieses Dilemma. Er fühlt sich in seiner Arbeit aber deshalb nicht eingeschränkt.
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„Medienthemen interessieren unsere Zuhörer nicht“

von Noëlle König

Wenn Privatradios über Medien berichten, dann hauptsächlich in Form von Film- oder Fernsehkritik. Über sich selbst berichten sie dagegen kaum, wie das Beispiel von Radio Argovia zeigt. Chefredaktor Jürgen Sahli erklärt, weshalb das so ist.
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Leserkontakt ist auch Medienkritik

von Claudia Fröhlich

Zu viel Selbstkritik in der Zeitung ist unnötig, findet Christian Dietz-Saluz. Der Redaktionsleiter der Zürichsee-Zeitung in Stäfa äussert sich nur dann öffentlich zu Interna, wenn es wirklich etwas zu berichten gibt. Das sei nur äusserst selten der Fall. Der direkte Kontakt zum Publikum sei die wichtigere Form der Selbstreflexion für ein Lokalmedium.
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Unangenehme Aufgabe gut gelöst

von Yves Kilchör

Über das eigene Unternehmen zu sprechen, ist nicht immer einfach. Medien tun sich bisweilen besonders schwer damit und schweigen lieber zu Hausgeschichten, als dass sie transparent informieren. Ganz gut geschlagen haben sich unlängst die „Freiburger Nachrichten“.
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Der Fall Weltwoche Strehle – Dossier, Essay, Dokumentation

von Matthias Giger

Der Fall „Weltwoche Strehle“ hat in Medienkreisen Staub aufgewirbelt. Für Tages-Anzeiger Chefredaktor Res Strehle eine Medienkampagne, für Weltwoche-Chefredaktor Roger Köppel eine berechtige Recherchegeschichte, ist die Debatte, welche die Weltwoche mit dem Artikel ausgelöst hat, aus neutraler Warte vor allem eines: interessant. Weiterlesen

Aufgefallen: Die Irritation der Massen

von Matthias Giger

Offen gesagt, ich bin ein wenig irritiert. Und zwar darüber, wie häufig und wie schnell Leute heutzutage irritiert sind. Besonders hart trifft es Journalistinnen und Journalisten. Dabei sollten sich doch gerade die nicht so schnell irritieren lassen, wenn sie ihren Job richtig erledigen wollen. Trotzdem bezeichnen Medienschaffende auffallend oft Situationen, Sachverhalte oder Verhaltensweisen anderer als irritierend. In Überschriften, im Lauftext, in Kommentaren.

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