Archiv des Autors: Matthias Giger

Über Matthias Giger

https://infowiss.ch Öffentlichkeitsarbeit und Statistik Kantonsbibliothek Vadiana, St.Gallen Master of Science in Business Administration mit Schwerpunkt Informations- und Datenmanagement, Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur. Journalist / Redaktor beim Toggenburger Tagblatt, Wattwil. Zwei Praktika auf Web-Redaktionen Zukunftsinstitut GmbH und VR LEASING AG, nahe Frankfurt am Main. Studium der Medien- und Kommunikation, Journalistik und Zeitgeschichte an der Universität Freiburg i.Ue., lic.rer.soc.

„’Pro Israel‘ bedeutet heute automatisch Propaganda“

Florian Bodoky interviewte Sandra Hoffmann

Audiatur et altera pars – man möge auch die andere Seite hören: Unter diesem Motto setzt sich seit einem Jahr eine gleichnamige Stiftung für eine „konstruktive Auseinandersetzung“ mit dem Nahost-Konflikt ein. Mit Beiträgen auf ihrer Website, sowie öffentlichen Auftritten möchte „Audiatur“ der aus ihrer Sicht zunehmend einseitigen Nahost-Berichterstattung entgegenwirken. Zum Selbstverständnis der Stiftung äussert sich „Audiatur“-Geschäftsführerin Sandra Hoffmann.
Weiterlesen

„Ein regionales Meinungsdiktat“

von Valeria Wieser

Die Neue Luzerner Zeitung behauptet sich seit Jahren beinahe konkurrenzlos in der Innerschweizer Zeitungslandschaft. Kritiker unterschiedlicher Herkunft sind der Ansicht, dass die Macht, welche die Neue LZ durch ihre quasi-monopolistische Situation geniesst, nur ungenügend reflektiert wird. – Ein Vorwurf, den die Zeitung nicht auf sich sitzen lassen will.
Weiterlesen

„Kannst du das bitte nicht schreiben?“

von Martin Meul

Die Informanten des Medienjournalisten sind nicht selten seine Kollegen und gute Freunde. Das birgt ein hohes moralisches Konfliktpotential und verhindert so nicht selten eine fundierte Berichterstattung über Medien. Deutlich wurde dieses Dilemma auch im Fall des Walliser Boten, der seine Redaktoren als PR-Schreiber anbietet.
Weiterlesen

Der Idealist

von Adriana Zilic

Als Medienjournalist und -kritiker macht man sich keine Freunde. Das weiss auch Hanspeter Bürgin. Der altgediente Journalist bohrt immer wieder dort, wo es wehtut. Und ist auch bereit, dafür Freundschaften aufs Spiel zu setzen. Annäherung an einen Einzelkämpfer.
Weiterlesen

Gegen „journalistische Masturbation“

von Christoph Ruckli

Der Pop- und Rock-Journalismus dümpelt in der Schweiz vor sich hin. Eine öffentliche Diskussion, was Musikkritik leisten soll und muss, findet nicht statt. Dabei wäre sie längst angebracht: Abgehobene Kritiker und der schädliche Einfluss der Musikindustrie auf eine unabhängige Berichterstattung rufen regelrecht danach. Zwei Schwergewichte der Szene nehmen Stellung.
Weiterlesen

Journalisten sollten Kommentarspalten lesen

von Konrad Weber

In den meisten Medienhäusern gelten Online-Kommentare noch immer als lästige Begleiterscheinung und notwendiges Übel. Sinnvoll organisiert und mit dem erforderlichen Fachwissen betreut, könnten Kommentare das journalistische Produkt bereichern. Mit einer solchen Aufwertung liessen sich auch Manipulationsversuche frühzeitig entlarven. Ein Skandal, wie jener mit den gekauften Onlinekommentaren gegen die Abzockerinitiative, würde schnell auffliegen. Wie man es anders machen kann, zeigt die Redaktion von «Zeit online».
Weiterlesen

„Ein Leserrat ist kein Wunschkonzert“

von Lea Hartmann

Feigenblatt oder gelebte Feedback-Kultur? Die Wirksamkeit von Leser- oder Publikumsräten ist unter Chefredaktoren und Medienwissenschaftlern umstritten. Nur wenige Medien leisten sich heute noch ein solches Gremium. „Wir Journalisten wissen schliesslich selbst am besten, wie man eine Zeitung macht“, sagt ein Redaktionsleiter.
Weiterlesen

Die Kritik, die nach hinten losging

von Nico Bührer

Seit Mitte der siebziger Jahre arbeitet Ulrich Sahm in Israel als Nahost-Korrespondent für verschiedenste deutsche und Deutschschweizer Medien. Im November hielt der Journalist ein Gastreferat am Institut für Angewandte Medienwissenschaft der ZHAW. Mit seiner Kritik an der Nahost-Berichterstattung musste auch er sich einiger Kritik stellen.
Weiterlesen

Digitales Lauffeuer

von Matthias Giger

«Es gilt die Unschuldsvermutung», heisst es, wenn seriöse Medien in der Schweiz über jemanden berichten, der ein Verbrechen begangen haben soll, aber noch nicht verurteilt worden ist. Vor allem dann, wenn die Person mit Namen genannt wird, weil der was zur Sache tut. Mit der Namensnennung ist das so eine Sache. Das wird weltweit unterschiedlich gehandhabt. […]
Weiterlesen

Unwissenschaftlich und spontan

von Corinne Riedener

Oft erreicht Medienkritik nur interessierte und sensibilisierte Fachkreise. Eine breitere Öffentlichkeit, die Medienkonsumentinnen und -konsumenten, erfahren davon wenig. Mit ihrem Medientagebuch gibt die Wochenzeitung WOZ Gegensteuer. Prominent platziert auf der letzten Seite steht jede Woche eine Medienthema im Fokus. Doch was genau vermag diese Rubrik zu leisten unter dem Titel der Medienkritik?
Weiterlesen

“Nicht Aufgabe der Partei“

von Alexander Rudolf

Schweizer Parteien sind zurückhaltend mit Medienkritik. Sie setzen sich zwar für eine korrekte Berichterstattung ein, grundlegende Fragen zur Gestaltung des Mediensystems greifen sie aber in politischen Vorstössen auf. Einzelne Parteiexponenten – von rechts bis links – nehmen aber kein Blatt vor den Mund, wenn sie mit der Berichterstattung nicht einverstanden sind.
Weiterlesen

„Medienkritik muss sich nicht rechnen“

von Daniel Sager

In einer Anfang 2012 von Studierenden der ZHAW durchgeführten Inhaltsanalyse der auflagenstärksten Zeitungen tat sich die NZZ als dasjenige Medium mit den meisten veröffentlichten medienkritischen Artikeln hervor. Im Gespräch erläutert NZZ-Chefredaktor Markus Spillmann die Bedingungen für die praktizierte Medienkritik im Rahmen des Strukturwandels in der Medienwelt.
Weiterlesen

Wie kritisch ist der Publikumsrat?

von Yves Kilchör

Wer die Medienmitteilungen vom Publikumsrat des Schweizer Radios und Fernsehen SRF liest, könnte den Eindruck gewinnen, das Gremium fasse das Programm mit Samthandschuhen an; kaum Kritik, oft nur Lob. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Yves Kilchör hat nachgefragt.
Weiterlesen

Vorsicht bei anonymen Quellen

von Matthias Giger

Man kann von Christoph Mörgeli und den Hintergründen seiner Entlassung halten was man will. In seiner aktuellen Weltwoche-Kolumne «Hintervorgehaltene Hände» greift er eine aus medienkritischer Warte interessante Frage auf. Weiterlesen

«Die Leser sind eine wichtige Ressource»

von Noëlle König

Als Ombudsmann von Tamedia beobachtet Ignaz Staub, wie die Leser zunehmend empfindlich und intolerant gegenüber anderen Meinungen in den Medien reagieren. Dennoch hält er die Rückmeldungen aus dem Publikum für einen wichtigen Stimmungsbarometer.
Weiterlesen

„Das ist Provokation, nicht Kritik“

von Samuel Buchmann

Claudio Zanetti teilt gerne aus: Journalisten nennt er schon mal «Idioten» und links sind für ihn sowieso die meisten, besonders jene beim „zwangsgebührenfinanzierten Staatsradio“. Eigentlich wäre er selber gerne Journalist geworden. Doch daraus wurde nichts. Dafür schiesst er jetzt umso schärfer gegen missliebige Medienschaffende. Was Zanetti als Medienkritik versteht, empfinden die Angegriffenen als reine Provokation.
Weiterlesen

Unterhaltung mit Längen – Tagung 2012

von Matthias Giger

Im Vergleich zum letzten Jahr haben doppelt so viele Leute an der Fachtagung von Medienkritik Schweiz teilgenommen. Im Vergleich zum letzten Jahr aber, hatte diese Tagung deutlich mehr Längen, so das Echo vieler Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dennoch, das Thema «Unterhaltung als Ideologiemaschine» wurde grundsätzlich gut abgebildet – zu ausufernd aber, daher der Versuch einer Zusammenfassung.

Weiterlesen

Grosse Tagung, kleiner Verein

von Matthias Giger

Dem Verein Medienkritik Schweiz fehlt es vor allem an einem: an Mitgliedern.
Nebst dem Vorstand haben gerade einmal fünf Mitglieder Pius Knüsel, Erwin Bischof, Daniel Römer, Hermann Suter und Matthias Giger, sowie ein Gast, Prof. Dr. Louis Bosshart, an der Generalversammlung teilgenommen.

Weiterlesen

„Nicht alles machen, was die Chefs wollen“

von Eva Hediger

Medienkritik schwächelt in der Schweiz auch deshalb, weil sich nur wenige Journalisten kritisch exponieren wollen oder können. Das sei falsche Zurückhaltung, finden jüngere Medienjournalisten, während ältere Medien- und Kommunikationsprofis vor Medienkritik als Karrierekiller warnen.
Weiterlesen

Qualität beginnt im Kleinen

von Nicole Döbeli

Weniger Leser, weniger Werbung, weniger Geld: Während ein Teil der Medienbranche auf Panik macht oder sich in Verdrängung übt, besinnt sich einer zurück aufs Wesentliche. Tages-Anzeiger-Autor Constantin Seibt nimmt in seinem Blog „Deadline“ das journalistische Handwerk schonungslos unter die Lupe und zeigt, wie man die Leser mit guten Geschichten begeistern kann.
Weiterlesen

„Sobald ein Promi den Mund aufmacht, wird alles ungefiltert übernommen“

von Frank Richter

Mediensatire als Medienkritik: Der Blog Klatschheftli.ch hinterfragt mit Witz und Biss das Zusammenspiel von Promis und People-Presse. Auch wenn die Autoren ihren medienkritischen Beitrag nicht überbewertet sehen wollen, zeigt ihre Arbeit Wirkung: Bei der Schweizer Illustrierten liest man Klatschheftli.ch fleissig.
Weiterlesen

Keine Post mehr von Dr. Pex

von Jean-Pierre Carène

Peter Exinger war der Hofkritiker von Ringier. Viereinhalb Jahre lang verschickte er seine monatliche Medienkritik als Hofrat Dr. Pex. Mit Exingers Wechsel vom «Blick am Abend» zur Thurgauerzeitung verschwand die kritische Presseschau aus den Mailboxen der Ringier-Journalisten.
Weiterlesen

„Wen interessiert schon eine Nabelschau?“

von Claudio Gagliardi

Journalisten treten zwar regelmässig als Experten und Beobachter in der „Arena“ des Schweizer Fernsehens auf. Die Arbeit und die Qualität der Medien sind aber selten bis nie Thema der Sendung. Beim letzten Versuch im Dezember 2011 musste die Sendung abgesagt werden. Schaut die „Arena“ bei den Medien zu wenig genau hin, oder geben sie schlicht zu wenig her? Die stellvertretende Redaktionsleiterin Franziska Ingold nimmt Stellung.

Weiterlesen

Die jüngsten Medienkritiker der Schweiz

von Atréju Diener

Teenager haben die unterschiedlichsten Hobbys. Sie treiben Sport, spielen ein Musikinstrument oder gehen in den Ausgang. Stephan Stulz und Manuel Egli haben eine andere Leidenschaft, sie kritisieren Medien. Das tun sie in ihrem Blog medienkritisch.ch.
Weiterlesen

Merken und Meckern

von Claudia Fröhlich

Als Merker schaut der pensionierte Journalist Peter Stahlberger der Redaktion des St. Galler Tagblatts auf die Finger. Einmal im Monat werden Lob und Tadel in der Zeitung veröffentlicht. Stahlberger findet die Aufgabe interessant, aber auch heikel.
Weiterlesen

Medienkritik im Unterricht

von Matthias Giger

Medienkritik wird in Deutschland offenbar im Unterricht gelehrt. So plant Jelko Peters ein Lehrbuch zum Thema Medienkritik von Sachtexten für die Sekundarstufe II und die Gymnasialstufe. Das 128 Seiten umfassende Buch soll im zweiten Quartal 2013 erscheinen (ISBN: 978-3-507-69902-1). Weiterlesen

Aufgefallen: Die feigen Kritiker und das mutige Monopolfernsehen

von Matthias Giger

Da schreibt Andrea Hemmi, die Leiterin der Unternehmenskommunikation von SRF, im Tagesanzeiger einen Bericht. In diesem Bericht geht es darum, dass SRF einige Kritiker zu einem Stelldichein – im Bericht heisst es neudeutsch „get-together“ – eingeladen hat, von den 25 Eingeladenen aber niemand der Einladung gefolgt ist. Weiterlesen

Aufgefallen: Penetrante Bannerwerbung

von Matthias Giger

Stellen Sie sich vor, die Werbetafel am Bahnhof hätte Füsse und würde Sie bis zur Arbeit begleiten. Unangenehme Vorstellung, oder? Weiterlesen

Kommentar zum gespaltenen Verhältnis zwischen Medien und Naturwissenschaft

von Hansruedi Völkle

Seit die immer kontroversere Diskussion um Nutzen und Gefahren der Kernenergie ausgebrochen ist und erst recht seit der Reaktor­katastrophe von Tschernobyl und erneut nach jener von Fukushima, ist das Verhältnis zwischen Naturwissenschaftlern und Journalisten alles andere als harmonisch. Weiterlesen

Aufgefallen: Töfflibuebe

von Matthias Giger

Simon Enzler und Daniel Ziegler, zwei Botschafter der Ostschweiz, zwei gestandene Männer fahren mit dem Töffli ins Tessin und begeben sich damit auf ein Abenteuer.
Das ist endlich mal wieder gute Unterhaltung, eine SF-Eigenleistung, die gefällt und ankommt. Doch die Frage nach dem Hintergrund bleibt offen. Weiterlesen

Können wir unseren Augen noch trauen?

von Samuel Weissman

Ob zu Propagandazwecken oder zur Effekthascherei, Photoshop und Co. haben auch in den Medien ihre Pinsel im Spiel. Schweissflecken verschwinden, Wasser wird zu Blut, Fettpölsterchen zurechtgebogen. Was nicht passt, wird passend gemacht. Aber: Mit dem richtigen Know-how können Journalisten prüfen, wo geschummelt und aufgehübscht wurde.
Weiterlesen

Aufgefallen: Die Beamtenverdeutschenden

von Matthias Giger

Auch im Journalismus gibt es Seuchen. Eine, die schon ziemlich lange umher geht, ist die Vergangenheitsform im Titel, Teaser, in der Bildlegende und im ersten Satz. Eine jüngere Seuche ist die Sterilisation der weiblichen und männlichen Form. Weiterlesen

Nachbars grüne Wiesen

von Tobias Marti

Der Braindrain in den Redaktionen ist eine Tatsache: Viele Journalisten wenden sich von ihrem Beruf ab und wechseln in Kommunikation und PR. Wer früher damit ein Tabu brach, erntet heute von den Ex-Arbeitskollegen sogar Beifall. Auch das Pendeln zwischen den zwei Branchen ist heute problemlos möglich.
Weiterlesen

„Breaking News“ unter falscher Flagge

von Corina Borer

Seit es Medienkritik gibt, kommt sie auch als Satire daher; heute unter anderem via Twitter. Unter der Adresse @20minNews verbreiten unbekannte Spassvögel Kurznachrichten, die auf den ersten Blick den Schlagzeilen von 20 Minuten verblüffend ähnlich sehen – gar nicht zur Freude der Gratiszeitung.
Weiterlesen

Abt. Klamauk und Kritik

von Antonio Haefeli

Da soll noch jemand sagen, Medienkritik sei eine trockene und langweilige Sache. Das Basler Blog „Infamy“ zeigt, dass es auch anders geht: Seit 10 Jahren gibt es hier erfrischende Kritik an der (lokalen) Medienbranche und ihren Auswüchsen, gemischt mit allerlei geistreichem Klamauk. Was die Macher antreibt und was sie dabei hält.
Weiterlesen