Archiv der Kategorie: Medienqualität aus Konsumentensicht

Wertschöpfung braucht mehr aufmerksames Zuhören als lautes Zurufen

von Peter Bucher

Die Attraktivität eines Wirtschaftsstandortes hängt von Kriterien wie Verkehrserschliessung, Verfügbarkeit von Arbeitsflächen, Arbeitskräften oder steuerlicher Belastung ab. Es zählen aber auch weniger fassbare Dinge wie Image oder Renommee. Dabei stehen insbesondere die Städte in Konkurrenz zueinander. Wofür der Name einer Stadt stehen soll, wird ständig diskutiert: politisch, wirtschaftlich, kulturell und mit unterschiedlichsten Namensträgern, Namensgebern und deren Zielgruppen verhandelt – Wohnstadt, Musikstadt, Tourismusstadt, Energiestadt, Kreativstadt.

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Medien als Brückenbauer zwischen Politik und Gesellschaft

von Fabienne Bünzli

Artikel über Willy den Wachhund, Wahlkampfsongs oder Fotos von unvorteilhaft gekleideten Politikerinnen und Politikern – nach einer anspruchsvollen Aufgabe, die meine volle Konzentration verlangte, oder in einem Moment der Langweile sind solche Artikel eine willkommene Ablenkung. Zugegeben, diese Inhalte mögen zwar äusserst unterhaltsam sein. Ob sie aber zu einem fundierten politischen Diskurs beitragen, sei dahingestellt. Gerade vor dem Hintergrund, dass unsere direkte Demokratie ein hohes Interesse sowie eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Politik voraussetzt, stellt sich die Frage nach den Qualitätskriterien der Medien.

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Ich brauche keine Tageszeitung mehr, um mein Weltbild zu bestätigen

von Silvio Blatter

Früher habe ich die Zeitung gelesen, heute konsumiere ich Medien. Mein Nutzungsverhalten hat sich schleichend verändert. Wobei ich mich früher nie als User und Konsument sah, sondern als Abonnent. Meine Zeitung sah ich nicht als ein kommerzielles Produkt, sondern als Kulturgut. Im Morgengrauen hörte ich manchmal den Zeitungsausträger, das Klappern des Briefkastens. Es war vergleichbar dem Zeitzeichen von Radio Beromünster, nach dem die Schweizer ihre Uhren richteten. Weiterlesen

Journalistische Qualität ausserhalb klassischer Medienhäuser

von Viviane Egli

Durch mein Berufsleben zieht sich der Journalismus. In klassischen Medienhäusern habe ich angefangen und gelernt. Im Custom Publishing – auch Corporate Publishing und in Erweiterung heute Content Marketing genannt – habe ich fortgesetzt und weiter gelernt. Begegnet bin ich dem Qualitätsjournalismus. Der unabhängige Journalismus blieb weitgehend ein Phantom. Und es wuchs die Überzeugung, dass die Werte Transparenz und Respekt gross geschrieben sein müssen und zwar für alle Parteien, für Herausgeber, Journalisten und User / Leser. Weiterlesen

Konstruktiver Journalismus – eine Initiative mit Potenzial

von Rena Zulauf

„NEWS: NOBODY LIKES YOU.“ So bringt der Glasgower Künstler David Shrigley das Mediengeschäft in einer überspitzen, künstlerischen Weise auf den Punkt. Er spricht damit die Kontroll- und Kritikfunktion der Medien an (das Tun und Lassen von Funktionsträgern und anderen soll überprüft werden), er bringt aber auch trefflich den Empörungsjournalismus und – für mich als Medienrechtlerin insbesondere mit dem „You“ – den Persönlichkeitsschutz auf den Punkt. Weiterlesen

Medienqualität fusst auf fundiertem Wissen und eigenem Urteilsvermögen

Christoph Vollenweider

Das Lilienberg Unternehmerforum fördert das unternehmerische Denken und befasst sich mit den gesellschaftlichen Herausforderung der näheren Zukunft. Wir versuchen vor allem, die Unternehmerschaft in den gesellschaftlichen Diskurs einzubinden und zwar in den verschiedensten Bereichen wie Bildung, Gesundheit, Unternehmenskultur, Aussenpolitik oder Sicherheit. In diesen Diskussionen stellen wir fest, dass sehr viele Unternehmer ein zwiespältiges Verhältnis zu den Medien haben: Weiterlesen

Die Macht der Medien muss durch Konkurrenz beschränkt werden

von Dietrich Pestalozzi

Meine Erfahrungen als Unternehmer mit Medien sind mehrheitlich positiv. Als wir im Jahr 2013 das 250-jährige Firmenjubiläum feierten, durften wir uns über eine ausgedehnte Berichterstattung freuen. Offenbar interessierte das Thema, dass ein KMU achtmal den Generationenwechsel vollziehen, damit über so lange Zeit in Familienbesitz bleiben und erfolgreich weitergeführt werden konnte. Auch unsere jährliche Medienmitteilung wird von den lokalen Medien und von den Fachmedien bearbeitet und publiziert. Weiterlesen