Medienkritik in der Schweiz

Medienkritik ist die kritische Auseinandersetzung, besonders mit den Massenmedien, aber auch mit anderen Medienformen. Medienkritik beurteilt Medienqualität, konzentriert sich jedoch auch auf die Bedeutung der Medien für die Demokratie: Gute Medien und gute Medienkritik sind eine Voraussetzung für das Funktionieren der Demokratie, namentlich für die direkte Demokratie, in welcher die Bevölkerung nicht nur über Wahlen, sondern auch über Sachgeschäfte an der staatlichen Willensbildung teilnimmt.

Publikumsfreundliche Medien gehen auf konstruktive Kritik ein

Medien, welche nicht nur Kritik üben, sondern auch für Kritik empfänglich sind, erhöhen die Chance, dass die Bürgerinnen und Bürger in Kenntnis der Sache, in Kenntnis der unterschiedlichen Meinungen und deren Hintergründe entscheiden können, wie sie abstimmen und wählen möchten. Das Hauptanliegen der Medienkritik ist somit die Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger am Staat.

Daneben gibt es weitere Erscheinungen im Zusammenleben der Menschen, welche sich nur vernünftig beurteilen lassen, wenn man – auch – über Medien informiert und inspiriert wird: Die Volkswirtschaft, der Wettbewerb der Unternehmen und Arbeitnehmer und das Verhalten in grossen Konzernen, die Rolle der weiteren Akteure in Wirtschaft und Gesellschaft, die Entwicklung der Religionen, der Ethik und Moral, die Eigenart und Veränderung der Gesellschaft und ihrer Teilsysteme.

Der Verein Medienkritik Schweiz beurteilt die Strukturen hinter den Medienleistungen

Medienkritik ist also eine wichtige Grösse, um der Deutungshoheit der Massenmedien, zahlungskräftiger Lobbyisten und sozialer Netzwerke etwas entgegen zu setzen. Sie zielt auf Aufklärung über Mechanismen, die hinter den Kullissen ablaufen und der Unabhängigkeit der Medien, der Meinungs- und der Informationsfreiheit schaden.

Der Verein Medienkritik Schweiz beleuchtet dabei weniger Einzelfälle, sondern vielmehr die Strukturen, die hinter (aus Nutzerperspektive) kritisch zu bewertenden Medienprodukten stecken. Damit klopft sie nicht primär Journalistinnen und Journalisten auf die Finger, die ihrerseits jeweils unter Sachzwängen stehen, sondern sie greift diese Sachzwänge auf und thematisiert diese kritisch.