Warum Kritik?


Medienkritik ist die kritische Auseinandersetzung besonders mit den Massenmedien, aber auch mit anderen Medienformen. Medienkritik beurteilt Medienqualität, konzentriert sich aber auch die Bedeutung der Medien für die Demokratie: Gute Medien und gute Medienkritik sind eine Voraussetzung für das Funktionieren der Demokratie, namentlich für die direkte Demokratie, in welcher die Bevölkerung nicht nur über Wahlen, sondern auch über Sachgeschäfte an der staatlichen Willensbildung teilnimmt. Medien, welche nicht nur Kritik üben, sondern auch für Kritik empfänglich sind, erhöhen die Chance, dass die Bürgerinnen und Bürger in Kenntnis der Sache, in Kenntnis der unterschiedlichen Meinungen und deren Hintergründe entscheiden können, wie sie abstimmen und wählen möchten. Das Hauptanliegen der Medienkritik ist somit die Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger am Staat. Daneben gibt es weitere Erscheinungen im Zusammenleben der Menschen, welche sich nur vernünftig beurteilen lassen, wenn man – auch – über Medien informiert und inspiriert wird: Die Volkswirtschaft, der Wettbewerb der Unternehmen und Arbeitnehmer und der Verhalten in grossen Konzerne, die Rolle der weiteren Akteure in Wirtschaft und Gesellschaft, die Entwicklung der Religionen, der Ethik und Moral, die Eigenart und Veränderung der Gesellschaft und ihrer Teilsysteme.