Schlagwort-Archive: SRG

„Das ist Provokation, nicht Kritik“

von Samuel Buchmann

Claudio Zanetti teilt gerne aus: Journalisten nennt er schon mal «Idioten» und links sind für ihn sowieso die meisten, besonders jene beim „zwangsgebührenfinanzierten Staatsradio“. Eigentlich wäre er selber gerne Journalist geworden. Doch daraus wurde nichts. Dafür schiesst er jetzt umso schärfer gegen missliebige Medienschaffende. Was Zanetti als Medienkritik versteht, empfinden die Angegriffenen als reine Provokation.
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Erfrischend anders auf die SRG-Finanzierung geblickt

von Andreas Jäggi

Erfrischend wie ein Sommerregen: Unter dem Titel „Service Public – weitergedacht“ hat der Verein Medienkritik Schweiz am Swiss Media Forum in Luzern eine Podiumsdiskussion präsentiert, die für einmal nicht die Frage verhandelte, welche Unterhaltungssendung noch dem Programmauftrag zugerechnet werden kann oder welche Aktivität der SRG zu weit geht. Der Zugang zum Thema war doppelt anders: Nicht die Akteure selber sind zu Wort gekommen, sondern kluge Beobachter aus verwandten und benachbarten Märkten. Weiterlesen

„Man lobt den Kollegen nicht unbedingt“

von Nena Weibel und Melanie Staub (Bilder: Philippe Neidhart)

Philipp Cueni ist Chefredaktor des Magazins „Edito + Klartext“. Sechs Mal pro Jahr wird darin die Schweizer Medienszene unter die Lupe genommen. Der Basler Medienjournalist wünscht sich für die Schweiz mehr Kritik, Debatte und Transparenz unter den und über die Medien.
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Umstrittene Neuerung bei der „Tagesschau“

von Sara Stulz

Seit rund einem halben Jahr werden in der „Tagesschau“ einzelne Themen stärker gewichtet und Korrespondenten äussern öfter ihre persönliche Meinung. Was von der Redaktion bewusst eingeführt wurde, stösst nicht bei allen Zuschauern auf Begeisterung. Ist die „Tagesschau“ dazu verpflichtet, neutral zu berichten oder helfen subjektive Einschätzungen bei der Analyse und Einordnung von Sachverhalten?
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«Jeder Rappen zählt»: Wo bleibt die Kritik?

von Isabelle van Beek

Die Weihnachtsaktion der SRG und der Glückskette „Jeder Rappen zählt“ lockt jedes Jahr viele Kritiker auf den Plan. Ist es eine reine PR-Aktion der SRG oder ist es ein schöner Gedanke, mit dem viel Geld für einen guten Zweck zusammenkommt? Bei diesem Thema scheiden sich die Geister. Allerding fällt die Kritik dieses Jahr ziemlich spärlich aus: Die meisten Medien berichten über schöne Geschichten rund um die Aktion.
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Am Sonntag schiessen wir gegen die SRG

von Cornelia Mathis

Medienkritik am Sonntag ist ziemlich eintönig, wie auch am letzten Wochenende wieder zu lesen war. Vor allem ein Thema scheint die Redaktionen zu interessieren: Die SRG. Andere Medien kommen zwar auch ihre Kratzer ab, aber meist nur in Randspalten oder in satirischen Gefässen.
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„Medienkritik ist eine gute Marktlücke“

Interview mit Roger Köppel von Lea Klauser und Maria Wieland

Es gibt kaum eine Ausgabe, in der die Weltwoche nicht gegen die SRG schiesst. Doch auch andere Medien werden von der „gefährlichsten Redaktion“ – wie sie sich selber nennt – nicht verschont. Wir haben mit Roger Köppel über Kolumnen, Korrekturen und Medienkritik in der Weltwoche gesprochen.
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„Wir informieren sachlich und zweckdienlich“

von Reto Beeler

Wie vor kurzem an dieser Stelle erklärt, kümmert sich der Publikumsrat der SRG.D um die Anliegen des Publikums. Trotzdem wissen längst nicht alle Radiohörerinnen und Fernsehzuschauer, dass es ein Gremium gibt, das ihre Anliegen gegenüber den Sendern vertritt. Medienkritik Schweiz befragte Manfred Pfiffner, Präsident des Publikumsrates SRG.D zu Medienpräsenz, Medienbeobachtung und mediale Aufmerksamkeit.
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Medien im Umbruch – Bereicherung oder Verarmung?

von Kathrin Reimann

Haben die SRG und private Medienunternehmen mehr gemeinsame Interessen, als die bisweilen aufgeregt geführte öffentliche Debatte den Eindruck entstehn lassen könnte? An einer Podiumsdiskussion der Uni Zürich suchten Spitzenvertreter von SRG, Verlagen, Behörden und Wissenschaft nach Antworten.
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SSM: Medienpolitik als Medienkritik

von Marc Herter

Das Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM) wird als medienkritische Stimme auch deshalb erhört, weil die Gewerkschaft über drei Gesamtarbeitsverträge verfügt. Als anerkannter Sozialpartner kann das SSM gezielt Einfluss nehmen. Dies geschieht vor allem bei der SRG, wo die Mehrzahl der 3500 SSM-Mitglieder arbeitet.
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Kündige Kritikgesellschaft

von Sebastian Schneider

Wenn die öffentliche Selbstkritik(fähigkeit) der Medien zu wünschen übrig lässt, treten Organisationen auf den Plan, die aus kompetenter und unabhängiger Warte tadeln oder loben. Eine davon ist die Gesellschaft für Medienkritik Schweiz (gfmks). Präsidiert wird sie vom ehemaligen Fernsehdirektor Ulrich Kündig. Daher steht vor allem die SRG im Fokus des „total unabhängigen“ Vereins.
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Gesucht: Junges Fernsehpublikum

von Ursula Ammann

61 Jahre alt ist er beim ZDF, 60 Jahre bei ARD und auch bei SF geht er gegen die 60: Der durchschnittliche Zuschauer wird bei öffentlichen Fernsehsendern immer älter. Der ehemalige RTL-Chef Helmut Thoma warnte an der Herbsttagung der SRG Zentralschweiz vor allzu schnellen Veränderungen in der Programmgestaltung.

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