Medienkritik gilt in Deutschland als schmuddelig

Von: red

Im internationalen Vergleich üben deutsche Journalisten am seltensten Kritik an Kollegen. Unter zehn Prozent gaben an, dies „häufig” zu tun. Zum Vergleich: In der Schweiz, dem Spitzenreiter, sagten dies über 70 Prozent der Befragten.

Digitales Lauffeuer

Von: Matthias Giger

«Es gilt die Unschuldsvermutung», heisst es, wenn seriöse Medien in der Schweiz über jemanden berichten, der ein Verbrechen begangen haben soll, aber noch nicht verurteilt worden ist. Vor allem dann, wenn die Person mit Namen genannt wird, weil der was zur Sache tut. Mit der Namensnennung ist das so eine Sache. Das wird weltweit unterschiedlich gehandhabt. [...]

Game-Journalismus abseits von PR-Berichterstattung

Von: Nico Bührer, 13. Juni 2013

Die neu gegründete Game-Plattform combobreaker.ch will den Beweis antreten, dass es möglich ist, auch unabhängig von PR-Beeinflussung über Video- und Computerspiele zu berichten. Kein leichtes Unterfangen, zumal mit beschränkten Ressourcen.

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Die Sucht nach Sensationsbildern

Von: Silvana Meisel,

Die Verleihung des World-Press-Photo-Awards brachte die Diskussion über Bildmanipulation wieder in Gang. Das Siegerbild sei zu stark bearbeitet worden, lautete die Kritik. MAZ-Studienleiter und Fotoexperte Reto Camenisch erklärt, warum immer manipuliert wird. Dabei kritisiert er auch die Rolle der Bildredaktionen, die nach immer spektakuläreren Bildern verlangten.

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Angewandte Kritik auf dem Stolperpfad

Von: Michel Wyss, 5. Juni 2013

Die mit viel Elan lancierten Online-Magazine Zentralplus und Journal B sahen sich schon nach kurzer Zeit mit Schwierigkeiten konfrontiert. Das Berner Projekt hat nach nur acht Monaten bekannt gegeben, den professionellen Betrieb bald einzustellen. Und auch auf das Innerschweizer Magazin Zentralplus warten hohen Hürden. Unabhängige Medien, die ihre Selbstlegitimation aus der Kritik an der etablierten Konkurrenz holen, haben offensichtlich einen schweren Stand.

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Nicht alle wollen Brücken bauen

Von: Florian Bodoky,

Medienwissenschaftler und Journalisten sind schlecht aufeinander zu sprechen. Mitte April unternahm die Schweizerische Gesellschaft für Kommunikations- und Medienwissenschaft an ihrer Jahrestagung ein Annäherungsversuch. Es gibt aber auch prominente Stimmen, die in der Reibung zwischen Theorie und Praxis nichts Schlechtes erkennen.

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