Selbstgerechte Medien?

Von: red

Medienkritik Schweiz wird am 23. Mai 2013 zum zweiten Mal eine öffentliche Diskussionsrunde am Swiss Media Forum durchführen: Am Donnerstagnachmittag mit dem Titel „Selbstgerechte Medien, strapazierte Medienfreiheit.“ Unter den Podiumsteilnehmern ist auch Jörg Kachelmann, der vor seinem Freispruch durch das Gericht in Mannheim eine lange und intensive Berichterstattung erlebt hat, zum Teil mit öffentlicher Vorverurteilung.

Medienkritik gilt in Deutschland als schmuddelig

Von: red

Im internationalen Vergleich üben deutsche Journalisten am seltensten Kritik an Kollegen. Unter zehn Prozent gaben an, dies „häufig” zu tun. Zum Vergleich: In der Schweiz, dem Spitzenreiter, sagten dies über 70 Prozent der Befragten.
Das sagt eine Studie des Erich-Brost-Instituts für internationalen Journalismus unter der Leitung von Prof. Dr. Susanne Fengler, wie das “Medienmagazin pro” berichtet.
Zum Bericht

„Keinerlei Hemmschwellen“

Von: Jean-Pierre Carène, 16. Mai 2013

Simone Meier ist Kulturredakteurin beim Tages-Anzeiger. Ihre Spezialgebiet: TV-Kritik. Welche Sendungen sie beurteilt, entscheidet sie selber. Die Resonanz auf ihre Kritik ist gross.

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Klare Regeln vereinfachen die Arbeit

Von: Lian Voggel,

Die Arbeit der Medienjournalisten wird dadurch erschwert, dass sie selbst Teil des Systems sind, über das sie berichten. Klare Regelungen entschärfen die Probleme, die dieses professionelle Handicap mit sich bringt. Klaus Bonanomi, Wirtschaftsredaktor mit Fachgebiet Medien bei Radio SRF, kennt dieses Dilemma. Er fühlt sich in seiner Arbeit aber deshalb nicht eingeschränkt.

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„Medienthemen interessieren unsere Zuhörer nicht“

Von: Noëlle König,

Wenn Privatradios über Medien berichten, dann hauptsächlich in Form von Film- oder Fernsehkritik. Über sich selbst berichten sie dagegen kaum, wie das Beispiel von Radio Argovia zeigt. Chefredaktor Jürgen Sahli erklärt, weshalb das so ist.

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Leserkontakt ist auch Medienkritik

Von: Claudia Fröhlich, 9. Mai 2013

Zu viel Selbstkritik in der Zeitung ist unnötig, findet Christian Dietz-Saluz. Der Redaktionsleiter der Zürichsee-Zeitung in Stäfa äussert sich nur dann öffentlich zu Interna, wenn es wirklich etwas zu berichten gibt. Das sei nur äusserst selten der Fall. Der direkte Kontakt zum Publikum sei die wichtigere Form der Selbstreflexion für ein Lokalmedium.

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