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Von: red

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Verein Medienkritik Schweiz

Profil von Medienkritik Schweiz


Medienkritik Schweiz bringt Menschen aus dem Medienumfeld und aus den Medien zusammen und bieten eine Plattform für die unabhängige Auseinandersetzung mit aktuellen Entwicklungen. In unserem Vorstand finden die Bereiche Kultur, Journalismus, Public Relations, Medienwissenschaft, Medienproduktion, Mediennutzung, die Wirtschaftsverbände und das Medienrecht zusammen. Der Vorstand ist unabhängig, er arbeitet ehrenamtlich und nebenberuflich, weil wir Medien schätzen und für wichtig halten.
Unser Interesse gilt primär dem Mediensystem, seinen Gesetzmässigkeiten und schweizerischen Besonderheiten im Interesse der Gesellschaft: die Nutzer sollen die Nutzniesser guter Medien sein. [...]

Medienvielfalt bedingt nicht unabhängige Journalisten

Von: red, 16. Juli 2014

(red) Immer wieder geht das Selbstverständnis der Journalisten von der Unabhängigkeit gegenüber dem eigenen Arbeitgeber aus, zuletzt z.B. im Zusammenhang mit der Basler Zeitung, in deren Führung die Chefredaktion und das Eigentum – und damit auch die Verlegertätigkeit – zusammengeführt wurden. Der Hintergrund ist ein beanspruchter „öffentlicher Auftrag“ der publizistischen Medien, wie er z.B. im Journalistenkodex zum Ausdruck kommt (und sich auch rechtlich einordnen lässt).

Stefan Vannoni ist Ökonom und stellvertretender Leiter allgemeine Wirtschaftspolitik & Bildung des Wirtschaftsverbandes economiesuisse. Er ist Vorstandsmitglied von Medienkritik Schweiz und zieht im folgenden Beitrag das erwähnte journalistische Selbstverständnis in Zweifel.


Von: Stefan Vannoni, 16. Juli 2014

Haben Journalisten – wie das manchmal behauptet wird – tatsächlich zwei Dienstherren? Müssen sie, neben der Erfüllung der Aufgaben des privaten Arbeitgebers (des Verlags), auch einen öffentlichen Auftrag erfüllen und somit unabhängig sein? Die Antwort lautet klar nein. Machen wir die Journalisten nicht zu besseren Menschen, als sie sind. Wie andere Arbeitnehmer stehen auch Journalisten in erster Linie ihrem Arbeitgeber gegenüber in der Pflicht.

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Gibt es eine klare Grundlage für den “öffentlichen Auftrag” der Medien?

Von: Philip Kübler, 4. Juli 2014

Viele Menschen und Organisationen tun Gutes und tragen etwas zur Qualität des öffentlichen Lebens bei. Beispielsweise dadurch, dass sie wahre und nützliche Informationen verbreiten und interessante Meinungen publizieren.

Publizistisch tätige Medienhäuser, also solche mit professionellen Journalisten, beruflichen Standards und transparenter redaktioneller Linie, verstehen die Bereicherung der öffentlichen Kommunikation sogar als Zweck ihrer Tätigkeit – neben (und trotz) wirtschaftlichen Überlebens-, Gewinn- und Wachstumszielen.

Journalisten und Medienwissenschafter sprechen gelegentlich von einem “öffentlichen Auftrag” der Medien. Sie grenzen deren Tätigkeit damit von der interessengeleiteten Arbeit der PR-Branche ab, aber auch vom beliebigen Kommentieren in den Gefässen des Internets. Anschaulich etwa die Äusserung von Prof. Otfried Jarren im kürzlichen NZZ-Interview:

“… ein Zeichen dafür, dass die Kommunikationsbranche keinen öffentlichen Auftrag hat – im Gegensatz zum Journalismus.”

Interview mit Prof. Otfried Jarren, NZZ-Beilage vom 2. Juli 2014 (Link zum ganzen Interview)

Das hat ein kleines Raunen ausgelöst. Überhaupt beschäftigen uns das Verhältnis und der Unterschied zwischen PR und Journalismus zunehmend, weil diese beiden Formen des Publizierens immer ähnlicher auftreten. Medienkritik Schweiz hat diese Diskussion mitverfolgt.

Gibt es eine klare Grundlage des “öffentlichen Auftrags”? Erfüllen die Journalistinnen und Journalisten einen solchen? Und was heisst das?

Hier ein Versuch in vier Schritten.

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Qualitäts-Nachlese zum Fall “Carlos”

Von: Philip Kübler, 6. Juni 2014

Peter Studer hat eine kürzliche Veranstaltung des Vereins Qualität im Journalismus besucht und im “Medienspiegel” am 4. Juni einen anschaulichen Bericht mit kritischer Einschätzung veröffentlicht. 

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Gripen-Beitrag der “Rundschau”: Bericht der Ombudsstelle SRF

Von: Philip Kübler, 27. Mai 2014

Die Ombudsstelle des deutschsprachigen Schweizer Fernsehens hält die Rundschau-Sendung vom 16. April 2014 für programmrechtlich korrekt. Im online verfügbaren Schlussbericht beurteilt Achille Casanova die Sendung als Ganzes, also “ablehnender” Filmbeitrag und “zustimmendes” Bundesratsinterview zusammen. Dieses Contra-Pro-Konzept prägt das aktuelle Format der Rundschau. Der Ombudsmann stellt fest, dass der eingeladene Bundesrat die negative Darstellung der Kampfflugzeug-Beschaffung im Filmbeitrag ausreichend kontern konnte. Besonders im Vorfeld einer Volksabstimmung, sie war rund einen Monat später angesetzt, wirft das redaktionelle Konzept der Rundschau eine interessante Frage auf – darüber steht im Ombudsstellenentscheid wenig. Mit einem Weiterzug an die UBI ist zu rechnen.

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