Schlagwort-Archive: Presserat

Man hätte Blocher widersprechen müssen

von Roger Blum

Die ungeheuerliche Aussage Christoph Blochers im Interview mit Schweizer Regionalzeitungen blieb unwidersprochen. Solch journalistisches Verhalten wäre ein Fall für den Presserat. Wäre das Interview in Radio oder Fernsehen gesendet worden, hätten sich wohl Ombudsstelle und Unabhängige Beschwerdeinstanz damit befasst. Weiterlesen

„Es gibt zu wenig Medienkritik“

Der Publizist und Rechtsanwalt Peter Studer (77) findet es wichtig, dass Medien nicht nur kritisieren, sondern sich auch kritisieren lassen. Der ehemalige Presseratspräsident über „weisse Raben“, die Zukunft der Presse und warum er Social Media nicht aktiv nutzt.
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So foutiert sich der „Blick“ um den Presserat

von Matthias Oppliger

Regelmässig rügt der Presserat die Berichterstattung des „Blick“. Das kümmert die Zeitung wenig. Sie schrieben für die Leser und nicht für den Presserat, sagt der Chefredaktor. Die Thematisierung der eigenen Fehltritte überlässt man der Konkurrenz.
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Trial & Error & Sorry

von Philip Kübler

Auf der Frontseite der Ausgabe vom 7. Februar 2012 entschuldigte sich die Tageszeitung „Blick“ für eine fünf Jahre zurückliegende Persönlichkeitsverletzung. Anlass für die Entschuldigung war ein Rechtsstreit mit dem Betroffenen. Das späte, kurze und erzwungene Eingeständnis erklärt dem Leser wenig.
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Wenn der Presserat dreimal klingelt

von Andreas Engel

Mit ihnen beginnt der Arbeitstag für viele Pendler auf dem Weg ins Geschäft, mit ihnen endet er auch, wenn man es sich am Abend in Tram oder S-Bahn gemütlich macht. Die Rede ist von den Gratiszeitungen „20 Minuten“ und „Blick am Abend“. Nicht alles, was in den beiden Blättern steht, genügt den Qualitätsansprüchen eines professionellen Journalismus. Wenn es um eigene Mängel und Verfehlungen geht, scheinen die Gratisblätter nicht allzu selbstkritisch zu sein.

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Die neue Ära des modernen Leserbriefs

von Dilan Gropengiesser

Der Schweizer Presserat hat Ende 2011 nach mehrmonatigen und intensiven Diskussionen beschlossen, die Regeln der Publikation von Online-Kommentaren denen des Leserbriefes anzugleichen. Dies aufgrund vorangegangener missbräuchlicher Inhalte, die vermehrt im Internet veröffentlicht worden waren.
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Der «mediale» Suizid

von Laura Verbeke

«Bis dass der Tod euch scheidet» heisst es jeweils in der Kirche. Im Fall des DOK-Films «Tod nach Plan» scheiden sich die Geister jedoch bereits an der Frage nach der Legitimation einer solchen Berichterstattung. Der Dokumentarfilm stellt das Thema Suizid in den Vordergrund und begibt sich damit auf Glatteis.
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Presserat zeigt digitale Milchzähne

von Simon Häring

Der Schweizer Presserat muss trotz einer breiten Akzeptanz für seine Arbeit um öffentliche Aufmerksamkeit kämpfen. Grund dafür sind die fehlenden Sanktionsmöglichkeiten. Ein Dilemma, das die Beschwerdeinstanz für medienethische Fragen aber auch zu einem grossen Teil selbst zu verschulden hat, denn der Schweizer Presserat ist noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen. Immerhin scheint man die Zeichen der Zeit erkannt zu haben.
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Im Westen nichts Neues

von Pascal Wettstein

Wie steht es eigentlich um die Medienkritik in der Westschweiz? Nicht viel anders als in der Deutschschweiz. Eine Untersuchung der medienkritischen Berichterstattung von Le Temps zeigt, dass man sich vor allem für die Medien im eigenen Sprachraum interessiert. Der Blick über den Röstigraben wagt man nur selten.
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„Unsere Ressourcen sind beschränkt“

Interview mit Martin Künzi, Sekretär des Presserats, von Lukas Langhart

Viele Redaktionen verzichten auf eine Veröffentlichung der Stellungnahmen des Presserats, die das eigene Medium betreffen. Dies widerspricht laut der Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten dem Grundsatz einer fairen Berichterstattung. Der Presserat kann jedoch nicht viel mehr unternehmen, als die Redaktionen höflich darum zu bitten, die Stellungnahmen zu veröffentlichen. Martin Künzi, Sekretär des Presserats, spricht über dessen Rolle innerhalb der medialen Selbstkontrolle.
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Über VIP-Fälle berichten alle

von Florian Imbach

Schweizer Medien berichten nur selten über Stellungnahmen des Presserats. Betrifft ein Entscheid das eigene Medium, steigt dagegen die Wahrscheinlichkeit einer Veröffentlichung. Dies zeigt eine Untersuchung von zwei Studenten des Instituts für Angewandte Medienwissenschaft IAM.
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Unbekanntes Internet

von Sebastian Schneider

Ob Videoclips auf Youtube oder Partyfotos auf Facebook – immer mehr persönliche Daten finden den Weg ins Internet, wo sie ausgewertet und zu kommerziellen Zwecken genutzt werden. Auch Journalisten bedienen sich zunehmend in diesem Datenpool. Ungeklärt ist dabei, wo der öffentliche Raum endet und wo die Privatsphäre beginnt. Auch der Schweizer Presserat muss sich vermehrt mit dieser Frage befassen.
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Boulevard stärker im Visier

von Stefan Etter

Der Boulevardjournalismus eckt mit zugespitzten Texten und investigativen Recherchemethoden immer wieder an. Er polarisiert und spaltet die Gemüter, doch die öffentliche Aufmerksamkeit ist ihm gewiss – im Positiven wie im Negativen. Das zeigt auch ein Blick auf die Stellungnahmen des Presserats aus dem Jahr 2010. Die Titel der „Blick“-Gruppe sind besonders häufig Gegenstand von Beschwerden.
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Probleme mit technischen Fragen beim Presserat

von Jenny Zimmermann

Zwischen 60 und 70 Mal im Jahr nimmt der Schweizer Presserat zu medienethischen Beschwerden Stellung. Immer häufiger geht es um die Berichtigung von Online-Inhalten oder deren Löschung. Diese Thematik erfordert fundiertes Fachwissen, das den meisten Mitgliedern des Presserates noch fehlt.
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